Eine vermeintliche WEB.DE-Kontobestätigung ist Anlass für eine Phishing-Warnung der Verbraucherzentrale. So prüfen Sie die Nachricht sicher und handeln, falls Sie bereits Zugangsdaten eingegeben haben.
Eine vermeintliche WEB.DE-Kontobestätigung ist Anlass für eine Phishing-Warnung der Verbraucherzentrale. So prüfen Sie die Nachricht sicher und handeln, falls Sie bereits Zugangsdaten eingegeben haben.
Eine vermeintliche WEB.DE-Kontobestätigung ist Anlass für eine Phishing-Warnung der Verbraucherzentrale. So prüfen Sie die Nachricht sicher und handeln, falls Sie bereits Zugangsdaten eingegeben haben.
Die Verbraucherzentrale warnt vor Phishing im Namen von WEB.DE: Eine vermeintliche Kontobestätigung soll Empfänger zu einer Reaktion bewegen. Die wichtigste Maßnahme ist, das Postfach über die selbst geöffnete offizielle Website oder die bereits installierte Mail-App aufzurufen. Geben Sie über einen verdächtigen Nachrichtenlink weder Ihr Passwort noch einen Sicherheitscode ein.
Phishing bezeichnet den Versuch, vertrauliche Daten durch eine vorgetäuschte vertrauenswürdige Identität zu erlangen. Bei gefälschten Kontobestätigungen kann eine nachgebaute Anmeldeseite dazu dienen, Zugangsdaten abzufangen. Ein bekanntes Logo und eine vertraute Gestaltung sagen dabei wenig über die Echtheit aus.
Für Empfänger ist deshalb entscheidend, ob sich ein behaupteter Handlungsbedarf unabhängig von der Nachricht nachvollziehen lässt. Allein die Aufforderung zur Bestätigung ist kein Grund, dem Link zu folgen.
Auch echte Dienste verschicken Bestätigungsnachrichten. Prüfen Sie deshalb den Anlass und wählen Sie einen unabhängigen Zugang zum Konto:
Falls Sie bereits Daten eingegeben haben, hat die Sicherung des Kontos Vorrang vor dem Melden und Löschen der E-Mail.
Bei gefälschten Bestätigungsnachrichten sind mehrere Warnzeichen möglich. Keines muss zwingend vorhanden sein:
Am Computer lässt sich ein Linkziel häufig durch Bewegen des Mauszeigers über den Link anzeigen, ohne ihn anzuklicken. Auf Mobilgeräten unterscheiden sich die Möglichkeiten je nach App. Wer unsicher ist, lässt den Link unberührt und öffnet den Dienst selbst.
Fehlerfreies Deutsch ist kein verlässliches Entwarnungszeichen. Ebenso bestätigt eine HTTPS-Verbindung nur die verschlüsselte Verbindung zur aufgerufenen Website. Sie beweist nicht, dass diese tatsächlich zum behaupteten Anbieter gehört.
Die nächsten Schritte hängen davon ab, ob Sie lediglich eine Seite geöffnet, Zugangsdaten übermittelt oder eine Datei ausgeführt haben. Ein Klick allein bedeutet nicht automatisch, dass jemand Zugriff auf Ihr Postfach hat.
Schließen Sie die verdächtige Seite und geben Sie dort nichts ein. Bestätigen Sie keine Benachrichtigungen, Downloads oder Installationsaufforderungen. Halten Sie Browser und Betriebssystem aktuell.
Falls eine Datei heruntergeladen wurde, öffnen Sie sie nicht. Haben Sie bereits eine unbekannte Datei ausgeführt oder Software installiert, reicht das Schließen der Seite nicht aus. Prüfen Sie das Gerät mit aktueller Sicherheitssoftware; bei unklaren Befunden kann fachkundige Hilfe sinnvoll sein. Ändern Sie betroffene Passwörter in diesem Fall von einem anderen, vertrauenswürdigen Gerät aus.
Behandeln Sie die Zugangsdaten als möglicherweise kompromittiert und handeln Sie zügig:
Eine Passwortänderung beendet je nach Dienst nicht automatisch sämtliche bestehenden Sitzungen. Deshalb gehört die Kontrolle weiterer Zugriffe zur Absicherung dazu. Falls aus Ihrem Postfach betrügerische Nachrichten verschickt wurden, warnen Sie betroffene Kontakte über einen anderen verlässlichen Kommunikationsweg.
Über ein E-Mail-Postfach lassen sich häufig Passwörter anderer Dienste zurücksetzen. Ein unbefugter Zugriff kann deshalb auch weitere Konten gefährden. Prüfen Sie bei einem bestätigten oder vermuteten Kontozugriff insbesondere wichtige Konten, deren Wiederherstellung über diese Adresse läuft.
Ein einzigartiges Passwort und eine zusätzliche Anmeldebestätigung erschweren die Übernahme. Ein Passwortmanager kann außerdem helfen: Bietet er gespeicherte Zugangsdaten auf einer vermeintlichen Anmeldeseite nicht an, ist das ein Anlass, die Adresse genauer zu prüfen. Als alleiniger Echtheitsnachweis eignet sich dieses Verhalten allerdings nicht.
Für die aktuelle Kontobestätigungsmasche bleibt die unmittelbar wirksame Vorsichtsmaßnahme einfach: Den Zugang zum Postfach selbst öffnen und einen behaupteten Handlungsbedarf dort oder über den offiziellen Support klären.